Athens Statement: Empfehlungen für verantwortungsbewusste transdisziplinäre Forschung veröffentlicht

Das Athens Statement wurde im Rahmen der 8.World Conference on Research Integrity (WCRI) in Athen entwickelt und am 2. Mai 2026 auf der folgenden Edition der Konferenz in Vancouver vorgestellt. Es reiht sich damit ein in die Empfehlungen der WCRI, die seit 2010 als Ergebnis der Weltkonferenzen veröffentlicht werden und wichtige Impulse zu aktuellen globalen Fragen der wissenschaftlichen Integrität setzen.

Schwerpunkt des Athens Statement ist die Frage, wie transdisziplinäre Forschung, d.h. Forschung gemeinsam mit nicht-wissenschaftlichen Akteuren, verantwortungsbewusst gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei vier Kernempfehlungen:

  1. Die Wissenschaftsfreiheit sollte auch in transdisziplinären Forschungskooperationen nicht gefährdet werden.
  2. Transdisziplinäre Forschungskooperationen sollten die faire Verteilung von Profiten sicherstellen.
  3. Die Zusammenarbeit von Universitäten, Unternehmen und der Politik braucht gegenseitiges Vertrauen.
  4. Die Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträger*innen sollte auf einer zuverlässigen Forschungsfolgeneinschätzung beruhen und auch das weitere politische Umfeld mit einbeziehen.

Zusätzlich zu den Kernempfehlungen gibt es insgesamt 18 untergeordnete Empfehlungen zu verwandten Themen, die sich im Spannungsfeld zwischen Forschungsintegrität und transdisziplinärer Forschung ergeben, beispielsweise der transparente Umgang mit Interessenkonflikten, die Veröffentlichung von Primärdaten oder die Prä-Registrierung von Studien in Industriekooperationen.

Das komplette Statement können Sie auf der Website der WCRI Foundation nachlesen.

Image by Markus Winkler via unsplash.